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Bumdra Trek (oder Bumdrag Trek)

Tag 1: Aufstieg nach Bumdrag

Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Fahrzeug bis zum hochgelegenen Kloster Sangchokor (2800m) hinauf. Das Sangchokor Kloster ist sehr hübsch und liegt mit herrlichen Blick auf das Parotal. Hier beginnt für uns der Bumdra Trek. Es geht nun zu Fuss immer diretissimo durch einmalige Wälder. Pfefferbäume duften, wenn man ihre Blätter zwischen den Fingern zerreibt, Beberitzen und Rhododendron. Fast alle Bäume sind mit herabhängenden Moos bewachsen und alles wirkt sehr mystisch. "Old man's beard " Anscheinend ist dieser Bewuchs der Bäume ein Zeichen ihrer außerordentlichen Gesundheit und diese Gewächse gedeihen nur bei allerbesten Luftqualität. Keine Frage Bhutan ist nicht nur carbon neutral sondern carbon negativ! Der Anstieg bis zum Chuchuzee Kloster ist trotz der guten Luft anstrengend... Im oben gelegenen Kloster wartet schon direkt neben den Gebetsmühlen das Mittagessen auf uns und ich muss mich nach dem Essen erst einmal erhohlen. Immerhin sind wir schon auf 3650m. Dann geht es weiter etwas querend aber trotzdem mit Anstiegen bis hinauf auf 3900m wo wir nach 1,5 bis 2 Stunden das Bumdra Camp erreichen. Wir befinden uns 1400 m über dem Parotal.  Gesamte Gehzeit ca. 5 Stunden. Im Camp sind tatsächlich Sonnenliegen aufgebaut und man kann es sich nicht nehmen lassen diese Annehmlichkeit zu genießen. Der Ausblick ist atemberaubend und der uns zu erwartende Sonnenuntergang wunderschön. Blaubunte Fasanen laufen zwischen den festinstalierten Zelten herum. Diese Art Fasan war in früheren Zeiten das Wahrzeichen von Bhutan wurde dann aber vom Raben abgelöst. Das Camp liegt genau unter einem kleinen in den Felsen gebauten Kloster:. Bumdra was soviel wie 100 Tausend Felsen bedeutet. In der Sage flogen zur Zeit Guru Rimpoches im 8. Jahrhundert 100.000 Feen oder Elfen von hier ins Paradies. Das Kloster wurde erst viel später im 17. Jhdt. erbaut. Im Kloster sieht man einen Schrein an der Stelle wo die Elfen losgeflogen sein sollen, der dort nun lebende Mönch beantwortet einem gerne und geduldig alle Fragen. Vor dem Abendessen schauen wir noch den Campmitarbeitern beim Wurfspiel zu. Auf ca 50m treffen sie auf einen Holzpfosten, erstaunlich. Sobald die Sonne untergeht wird es erheblich frostig. Thermohose und Daunenjacke sowie Wollmütze und Handschuhe sind notwendig um sich wohl zu fühlen u nicht zu frieren. Im Dining Tent steht ein Ofen und hier ist es eigentlich ganz gemütlich. Nach dem Abendessen gehen wir direkt in unser Zelt, das hier in diesem Camp ein richtiges Bett beherbergt. Es gibt nicht viele diese Camps, die fest installiert sind und es ist eine ganz spezielle Art einen ein- oder zweitägigen  Trek zu erleben. Unter gefühlt 20 Decken schlafen wir nach dieser Anstrengung ein.


Tag 2: Zum Tigernest Kloster

Die Nacht ist lang und um 6 Uhr sitzen wir bereits im Dining Zelt und nehmen das Frühstück ein. Es gibt ein washing Tent und ein Toiletten Zelt. Heute geht es optional hinauf auf den Gipfel über dem Kloster (kann auch am Vortag bestiegen werden). Es gibt dort ein paar Wege die man einschlagen kann. Den mit Gebetsfahnen geschmückten Gipfel erreicht man in ca. einer Stunde vom Camp aus. Hier auf 4150m werden auch immer noch Sky burials für babies, die nach der Geburt verstorben sind vorgenommenen. Nach diesen Eindrücken verlassen wir bumdra und wandern  stetig bergab auch querend und bald erreichen wir ein weiteres Kloster wo die Mönche drei Jahre meditieren. Nach dem Kloster kann man auf dem Weg immer wieder riesige Langurenaffen beobachten, die in Bäumen sitzen und Beeren naschen. Sie sind grauweiß und hübsch sowie beeindruckend. Weiter geht es hinab bis wir das legendäre Tigernest, ein Wahrzeichen Bhutans, erblicken. Noch sind wir weit über dem Kloster Takhchang wie es eigentlich richtig heißt und müssen nun bis auf den Hauptweg hinunter um danach wie alle anderen Pilger die den üblichen Weg vom Parkplatz Ramthanka im Parotal nehmen wieder zurück ziemlich weit unterhalb des Klosters viele Stufen hinab zur Schlucht um über die Brücke den letzten Anstieg zum Kloster zu bewältigen. Oben im Kloster angekommen erfüllt uns sofort der ganz besondere spirituelle Geist dieser traditionellen Stätte. Hier hat der Guru Rinpoche lange Zeit in einer Höhle, die nun leider nur einmal jährlich den Besuchern zeremoniell erlaubt wird zu besichtigen, meditiert und er war es auch der den Buddhismus nach Bhutan gebracht hat. Ob er nun auf einem Tiger geritten bzw. geflogen kam oder ob dies nur die Legende ist die ihn ruhevoll meditieren lassen sollte und die Menschen abhalten sollte ihn zu stören, jedenfalls ist dies fester Bestandteil der bhutanischen Tradition. 1999 ist das Kloster fast vollständig abgebrannt, anscheinend aufgrund von den vielen Butterlämpchen oder aber wie es auch heißt der sehr junge damals dort lebende Mönch, der das Kloster bewachen sollte, hat alle Wertschätze d.h Buddhas, traditionelle Tankas und Kunstgegenstände geraubt und dann das Kloster angezündet...Es wurde auf Wunsch des 4. Königs binnen weniger Jahre wieder komplett aufgebaut, dazu wurde sogar eine  Seilbahn für die Baumaterialien aufgebaut, die aber nach Fertigstellung wieder abgebaut würde. Heute erstrahlt das Wahrzeichen Bhutans im alten Glanz und auch neue wunderschöne Buddhas sind aufgestellt. Nur ein einziger alter Buddha hat dem Feuer getrotzt und wird nun ganz besonders verehrt. Den Abstieg der erst einmal ein Aufstieg ist gehen wir dann zusammen mit den indischen und internationalen Touristen hinab zum Parkplatz. Ein nicht ganz unanstrengender Abstieg, jedoch für die entgegenkommenden teilweise sichtlich ungeübten Wanderer eine ziemliche Strapaze. Unser Fahrer wartet schon und wir lassen uns glücklich und erleichtert, dass die Beine sich für heute ausruhen dürfen, ins Auto plumpsen. Der Abstieg inklusive der Besichtigung des Taktshang Klosters dauert ca. 6 Stunden. Auf dem Weg nach Paro halten wir im Restaurant drei Brüder und verzehren ein köstliches bhutanischen Mittagessen, dass aus vielen unterschiedlichen Curries oder wie auch hier eher bezeichnet Chillies besteht. Das Endziel für diesen Tag ist die ausgiebige Dusche die uns im Boutique Hotel Naksel erwartet. Sicherlich eines unserer Lieblingshotels mit sehr viel Liebe zum Detail in traditionellem Stil und mit modernem Komfort. Eine großartige kleine Trekkingtour mit vielen herrlichen Ausblicken und Begegnungen sowie dem Highlight Bhutans liegt hinter uns.!!


Bilder vom November 2017 - berghorizonte Erkundungstour